Erbsenzähler oder Erfolgsplaner? Ist Ihr Controlling schon visionär und zukunftsorientiert?

Von Jörg Carstens

 

Erbsenzähler oder Erfolgsplaner

 

Controlling im Mittelstand – Gestern und heute

 

Als ich vor über 30 Jahren nach Abschluss meines betriebswirtschaftlichen Studiums die ersten Erfahrungen bei der Einführung von Rechnungswesen-Lösungen in mittelständischen Unternehmen gemacht habe, hat es mich noch gewundert, wie wenige der in dieser Zeit bekannten theoretischen Ansätze insbesondere im internen Rechnungswesen in der Praxis umgesetzt wurden. Damals steckte das heutige Controlling noch in den Kinderschuhen. Kostenrechnung wurde, wenn überhaupt dann sehr akribisch betrieben, war aber überwiegend vergangenheitsorientiert.

 

Die Methoden und die Software zur Unterstützung des Controllings wurden in den letzten 30 Jahren stark verbessert und zunehmend verfeinert. Strategisches Controlling hat gegenüber operativem Controlling deutlich mehr an Gewicht gewonnen. In Relation sind Controlling-Lösungen in dieser Zeit erheblich preiswerter geworden.

 

In einer sehr interessanten Studie des Deloitte Mittelstandsinstituts an der Universität Bamberg aus dem Jahr 2008 wurden Unternehmensführung und Controlling im Mittelstand näher analysiert. U.a. wurde festgestellt, dass nur 50% der eigentümergeführten Unternehmen eigene Mitarbeiter im Controlling beschäftigen. Delegation sei im Mittelstand insgesamt zu wenig ausgeprägt. Controller würden oft nur als Informationsbeschaffer genutzt. Und strategisches Controlling gebe es im Mittelstand nur äußerst selten. Daran hat sich aus meiner Sicht in den letzten 10 Jahren nur bei wenigen Unternehmen etwas geändert.

 

Gerade im Controlling wird die Kluft zwischen den meisten mittelständischen Unternehmen und den größeren Unternehmen derzeit immer größer.

 

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Verbesserungspotenzial für das Controlling im Mittelstand

 

Doch was ist zu tun, damit sich die oben beschriebene Situation nachhaltig verbessert?

 

Mittelständische Unternehmer müssen zunächst die Bedeutung des Controllings für ihr Unternehmen erkennen.

 

Eine alte Controllerweisheit besagt, dass man ein Controlling System einführen soll, wenn es dem Unternehmen gut geht. Die Einführung einer solchen Lösung kostet schließlich Zeit und Geld. Wenn erst einmal die Krise da ist, kann es sein, dass beides nicht mehr in ausreichender Menge zur Verfügung steht.

 

Derzeit geht es vielen mittelständischen Unternehmen in Deutschland noch sehr gut. Die nächste Finanzkrise ist noch nicht in Sicht. Insofern ist jetzt der richtige Zeitpunkt für alle Unternehmen, die noch nicht optimal aufgestellt sind, in eine professionelle Controlling-Lösung zu investieren. Nach meiner Einschätzung sind dies deutlich mehr als 50% der mittelständischen Unternehmen.

 

Soweit das Controlling nicht komplett extern ausgelagert wird, sollte es mindestens einen hauptamtlichen Controller im Unternehmen geben.

 

Dabei muss auch berücksichtigt werden, dass der Controller Zugriff auf alle betrieblichen Informationen hat. Seine Hauptaufgabe besteht nicht darin, Daten der Vergangenheit aufzubereiten. Vielmehr soll er die wesentlichen betrieblichen Prozesse in finanzieller und qualitativer Hinsicht planen, Abweichungen analysieren und strategische Entscheidungen vorbereiten.

 

Mittelständische Unternehmer müssen hier eventuell auch über ihren eigenen Schatten springen und dazu bereit sein, die entsprechenden Informationen und Befugnisse aus der Hand zu geben.

 

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Der moderne Controller als Businesspartner des Managements

 

Seit ein paar Jahren wird in der einschlägigen Controlling-Literatur immer wieder die Entwicklung des Controllers vom Erbsenzähler zum Businesspartner des Topmanagements beschrieben.

 

Dabei steht der Erbsenzähler für jenen Controllertypus, der früher häufig in den Unternehmen anzutreffen war. Als Zahlenfetischist und Kontrolleur verschrien, hat er auf die strenge Einhaltung von Budgets gedrängt. Der Blick war dabei immer auf die Vergangenheit gerichtet. Oft hatte man den Eindruck, dass Controlling für ihre Protagonisten Selbstzweck und kein strategisches Instrument darstellte.

 

Der Businesspartner ist das Bild des modernen Controllers, der Partner der Geschäftsleitung ist und diese dabei unterstützt, die richtigen strategischen Entscheidungen zu treffen.
Dabei bedient er sich modernster Controlling- und Business-Intelligence-Software, erstellt eine integrierte Unternehmensplanung und Forecasts mit unterschiedlichen, alternativen Szenarien. Er plant und ermittelt ausgehend von der Vision und den strategischen Zielen des Unternehmens diverse qualitative und quantitative Kennzahlen und analysiert die Abweichungen. Das Wissen um die gesamte betriebliche Wertschöpfungskette ist dafür eine der Voraussetzungen.

 

Der moderne Controller ist also Erfolgsplaner und unterstützt alle Abteilungen im Unternehmen dabei, Ihre Ziele zu erreichen. Er ist ein Garant dafür, dass sein Unternehmen langfristig erfolgreich bleibt.

 

Was in vielen Großunternehmen und bei einigen gut aufgestellten Mittelständlern bereits gängige Praxis ist, davon sind die meisten mittelständischen Unternehmen immer noch weit entfernt.

 

Der Weg zu einem visionären und zukunftsorientierten Controlling bedarf seiner Zeit und ist nicht immer einfach. Vor allem sind die beteiligten Menschen an diesem Prozess wichtig. Neben mindestens einem gut ausgebildeten Controller beschleunigt der Einsatz eines erfahrenen externen Beraters sowie einer sehr guten Controlling-Software den Einführungsprozess enorm bzw. ermöglicht erst dessen erfolgreichen Abschluss. Außerdem ist die jederzeitige Rückendeckung und Unterstützung durch die Geschäftsleitung Voraussetzung für ein erfolgreiches Einführungsprojekt.

 

Falls Ihr Controlling noch nicht zukunftsorientiert ausgerichtet ist, dann ist jetzt der optimale Zeitpunkt, um Ihr Unternehmen fit für kommende Anforderungen zu machen.

 

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